|
Das Museum hat selbst schon Geschichte
Mancher Züchter, Reiter oder Fahrer mag sich fragen, wie man überhaupt auf die Idee zu einem Pferdemuseum kommen kann. Dabei hat diese Idee bereits eine lange Geschichte. Als Ur-Exponat eines Pferdemuseums kann der englische Vollbluthengst "Eclipse" (1764 - 1789) gelten, der auf der Rennbahn unbesiegbar seinen Zeitgenossen wie ein Wunder vorkommen mußte. Nach seinem Tod wurde das Skelett präpariert und für die Nachwelt erhalten. Heute steht es im National Horseracing Museum in Newmarket, der Zentrale des britischen Galoppsports.
Ähnliches geschah mit "Condé", dem bekannten Leibreitpferd Friedrichs II. von Preußen. Über dem Hengststall des Hauptgestüts Trakehnen in Ostpreußen befand sich ein kleines Museum, ebenfalls mit Skeletten bedeutender Gestüthengste.
Dies mag Vorbild für den Aufbau des Pferdemuseums in Verden gewesen sein, welches ab etwa 1930 als erstes und lange Zeit einziges Museum seiner Art in Deutschland entstand. In dieser Zeit wurde schon bewußt, daß sich die Bedeutung und Funktion der Pferde im Alltagsleben durch die Motorisierung radikal wandeln würde.
|
|